Entspannung

Ganz wichtig bei der Interessenfindung: Sei entspannt, ein bisschen albern und völlig losgelöst vom Job!

Mein privates Interesse passt zu meinem Job. Etwas, wofür ich mich interessiere, ist auch Bestandteil meiner täglichen Arbeit. Ist das wichtig? Muss das sein? Oder ist es vielleicht sogar besser, wenn gerade das nicht der Fall ist? Schließlich muss es nicht zwingend eine gute Idee sein, mein Hobby zum Beruf zu machen. Um diese und weitere Fragen rund um Interessen und die Interessenfindung geht es in der heutigen Jobsucher-Podcast-Episode.

 

Interesse macht vieles leichter

In den Jobcoachings kommt das Thema Interesse meistens relativ unauffällig daher. Irgendwie scheint der Schuh (scheinbar) eher an anderen Stellen zu drücken. Außerdem denken glaube ich relativ wenige Leute darüber nach, ihre Interessen mit ihrem Beruf / Arbeitgeber zu kombinieren. Dabei erleichtert das doch so viele Dinge. Einerseits kommt man besser in einen neuen Job rein. Ein gemeinsames Interesse ist ein wirklich super gutes verbindendes Element zwischen mir als Jobsucher und einem Gesprächspartner bei einem potentiellen Arbeitgeber. Und es erleichtert mir von der Einarbeitung über das Tagesgeschäft bis hin zur Weiterbildung das Leben auf breiter Front. Ich lerne und behalte Informationen einfach besser, wenn mich das, worum es geht, wirklich interessiert. (Umgekehrt klappt das übrigens auch sehr gut. Den Satz des Pythagoras habe ich nicht mal behalten, als es darauf ankam!) Außerdem kann es Sinn stiften, wenn ich mit meiner Arbeit für mehr von etwas in der Welt sorge, das mir wirklich am Herzen liegt. Wenn ich zum Beispiel Pferde mag und bei der Arbeit dafür sorge, dass es denen gut geht (beim Tierarzt oder bei einem Futtermittelhersteller) oder das mehr Menschen positive Erfahrungen mit Pferden machen (in der Reitschule oder der Marketingagentur).

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Pech gehabt: Lauter falsche Interessen

Ein klassischer Einwand den ich bei der Aufnahme des Podcasts ganz vergessen habe ist: “Mit dem, wofür ich mich interessiere, kann man kein Geld verdienen.” Manchmal habe ich das Gefühl, dass wirklich alle “nur” solche Interessen haben. 😉 Mein Tipp: Hör und sieh Dich mal um, ob wirklich niemand mit Deinem Lieblingsthema Geld verdient. Ach ja: Und dann gibt es noch die Gruppe der Menschen, die gar nicht wissen, wofür sie sich interessieren. Okay, okay, … wenn ich etwas nachbohre kommt schon was zu Tage, aber nichts, wo eine richtige Leidenschaft vorhanden ist. Wenn ich beruflich was daraus machen will, dann muss es schließlich schon ein richtig dickes, fettes Interesse sein. Etwas worin ich voll der Experte bin. So’n halbseidenes “find ich mal ganz nett” zählt natürlich nicht. 😉

Der erste und wichtigste Rat, den ich zu diesem Thema gebe ist:

Wenn Du Deine Interessen heraussuchst, dann denk dabei nicht an Berufe / einen Job!

Ich weiß, dass das ein bisschen so wie der berühmte weiße Bär ist, an den man nicht denken soll. *Plopp* ist das Bild im Kopf. Das geht gar nicht anders. Trotzdem: Wenn Du bei der Interessenfindung an Berufe denkst, dann versaust Du Dir die Nummer komplett von vorne bis hinten.

Sei albern!

Um davon ganz weit weg zu kommen frage ich meine Klienten zum Beispiel was sie gerne riechen und essen. Und auch wenn Currywurst als Ergebnis total bescheuert und wertlos klingt: Es kann sich was Vernünftiges daraus entwickeln und damit meine ich nicht Imbissbudenbesitzer zu werden. Das mit der vernünftigen Idee klappt aber nur, wenn man die Currywurst als Antwort erstmal zulässt und durchaus absichtlich mit einer gewissen Albernheit an die Sache ran geht. Wenn Du nur die seriösen und von Anfang an verwertbaren und in Frage kommenden Sachen aufschreibst, dann bleibt der Zettel wahrscheinlich leer. (Oder er füllt sich mit Ideen, die Du doof findest.)

Im Podcast geht es um folgende Themen:

  • Soll ich mein Hobby zum Beruf machen oder nicht?
  • K.O.-Kriterien
  • Schwarz-Weiß-Denken.
  • Denkanstöße: Ist Dir wirklich egal, worum es bei der Arbeit geht?
  • Wie finde ich meine Interessen?
  • Fallen bei der Interessenfindung.
  • Wie komme ich von der Currywurst zum Job?
  • Wie konkret sollte ich meine Interessen formulieren?
  • Was mache ich mit meinen Interessen, wenn ich sie herausgefunden habe?
  • Nächste Schritte

Ich hoffe, dass diese Episode Dir dabei hilft, Deine Interessen zu finden, scharf zu stellen und in Deinen Job einfliessen zu lassen. Wenn Du das möchtest! Wenn Dir dieser Jobsucher-Podcast dabei hilft, mit einem guten Gefühl zu entscheiden, dass Du gerade das nicht möchtest, dann ist das auch ein Gewinn.

Du hast Fragen? Dann schreib gerne einen Kommentar zu diesem Beitrag. Falls Du bei Deiner Interessenfindung jemanden brauchst, der mit Fragen nachbohrt und Dir bei der Auswahl hilft, dann können wir gerne ein individuelles Coaching dazu machen. Nimm Kontakt zu mir auf, um einen Termin zu vereinbaren.

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