PIE-Methode

Becker-Faust: JA! 82% Erfolgsquote sogar dann, wenn ich mich ungeschickt anstelle. Foto: Heiko Link

Auf mein erstes YouTube-Video “Einstellungskriterien: Was ist am wichtigsten?” bekam ich folgende – lieb gemeinte – Rückmeldung: “Heiko, wenn du dir Humor so groß auf die Fahne geschrieben hast, warum hast du ihn dann in dem Video komplett rausgelassen?” Ganz klar: Weil ich mich erst noch daran gewöhnen muss, alleine im Raum zu stehen und kleinen Plastikkästen was zu erklären. 😉 Das ist beim Podcasten übrigens nicht anders. Dieses Mal habe ich in Sachen Humor nachgelegt. Wahrscheinlich bin ich jetzt zu albern. Oder es reicht immer noch nicht. Jedenfalls habe ich mich bemüht! 🙂

Über das “humorlose Feedback” freue ich mich ganz ehrlich! Und es ist mitnichten der Grund, dass es mit der Produktion und Veröffentlichung von Video Nr. 2 so lange gedauert hat. Bereits Ende Mai habe ich die Podcast-Episode “Traumjob finden” online gestellt und bei der Gelegenheit versprochen, ein Video davon bald nachzuliefern. Asche auf mein Haupt!

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Als Quereinsteiger gezielt Netzwerken

Im Video geht es darum, als Quereinsteiger seinen Traumjob zu finden und um das gezielte Aufbauen von Netzwerken. Hier die schriftliche Zusammenfassung:

Damit Du los gehen kannst, brauchst Du:

  • Ein Interesse, das Du beruflich gerne weiterverfolgen möchtest.
  • Fähigkeiten, die Du beruflich gerne einsetzen würdest.
  • Eine grobe Idee, was Du beruflich machen möchtest.
    Die ergibt sich aus der Kombination von Deinem Interesse mit Deinen Fähigkeiten.

Du sprichst mit:

Menschen, die beruflich das machen, von dem Du denkst: Das könnte ich mir vorstellen. In den Gesprächen machst Du einen Realitäts-Check und guckst dabei, ob der Job wirklich so ist, wie Du ihn Dir vorstellst.

Wenn Dein Gesprächspartner Dich fragt, ob Du einen Job suchst, dann ist die Antwort: Nein! Und das ist die Wahrheit, weil so ein Realitäts-Check durchaus auch zu dem Ergebnis führen kann, dass Deine Job-Idee sich als schlechte Idee herausstellt. Das weißt Du vorher nicht.

Wenn Du zu diesem Zeitpunkt mit Chefs oder Personalchefs reden würdest, dann sähe das doch schon sehr nach Jobsuche aus. Deswegen sprichst Du nicht mit den Leuten in der Führungsetage, sondern mit den Mitarbeitern, die das tun, von dem Du denkst: Das würde ich vielleicht auch tun wollen. Einzige Ausnahme: Wenn Du Personalchef werden willst, dann sprich mit Personalchefs. 😉

Traumjob PIE-Methode

4 Fragen in 7 Minuten: Am besten merkst Du Dir nur die Symbole, dann klingen die Fragen nicht auswendig gelernt.

Die Traumjob-Fragen:

Fragezeichen -> Wie sind Sie … geworden? (Frage nach dem Werdegang.)

Plus -> Was ist das Beste an dem Job des …?

Minus -> Was ist nicht so toll an dem Job des …?

Pfeilchen -> Wen kennen Sie noch, der als … arbeitet, mit dem ich reden könnte?

Wichtig im Gespräch:
Du schreibst nicht mit und erst recht nimmst Du es nicht auf! Ausnahme: Namen und Kontaktdaten, die Du als Antwort auf die letzte Frage bekommst, solltest Du Dir gleich in der richtigen Schreibweise notieren.

Auch noch ganz wichtig:
Halte Dich an die Zeitvorgabe von 7 Minuten!

Diese Vorgehensweise heißt PIE-Methode. Entwickelt hat sie der Franzose Daniel Porot, der in der Marketingabteilung eines Mineralölkonzerns gearbeitet und die dort übliche Marktforschung auf die Jobsuche übertragen hat. Porot hat das Vorgehen in mehrere Phasen unterteilt, die dem System seinen Namen gaben: Probierphase, Infophase, Einstellungsphase. Porot hat ein Buch dazu geschrieben, dass nur in Englischer Sprache erschienen und leider schwer zu bekommen ist. Ich habe es hier gefunden.

Wenn Du die Gespräche ausprobiert hast, dann schreib mir doch einen Kommentar, welche Erfahrungen Du gemacht hast. Auch weiterführende Fragen oder Anmerkungen sind als Kommentar herzlich willkommen.

Lern mich kennen

Wenn Du mich live erleben möchtest, dann empfehle ich Dir die Teilnahme an einem meiner Seminare in der VHS in Bad Salzuflen:

Oder nimm Kontakt zu mir auf und vereinbare mit mir einen Termin für ein Kennenlern-Coaching.

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Wenn Du Fragen an mich oder meine Interviewpartner hast, dann hinterlasse einen Kommentar. Auch Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.